c-tv Konferenz an der USTP

(Die FH St. Pölten heißt jetzt USTP)
20. Juni 2026 durch
Rainer Gregor ECKHARTER

c-tv Konferenz am Campus St. Pölten, Foto von Emma Hauer aus dem Pressetext (Link unten)

Die FH St. Pölten

ist seit November 2025 keine Fachhochschule mehr sondern die „Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten“. Der neue Markenname lautet „USTP – University of Applied Sciences St. Pölten“ und soll die internationale Ausrichtung der Hochschule unterstreichen.

Ich habe vor kurzem eine Einladung zur „c-tv Konferenz 2026“ an der USTP erhalten, die sofort mein Interesse geweckt hat. Ich habe mich also angemeldet und daran teilgenommen.

Branchenexpert:innen, Produzent:innen und Kreative diskutierten die aktuellen Veränderungen und Zukunftsperspektiven der Film-, TV- und Content-Produktion, vor allem aber auch die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz (KI), die wachsende Bedeutung von Streaming und den steigenden Effizienzdruck in der Medienbranche.

Kurz zusammengefasst: 

In der Diskussion wurde angeführt, dass KI die Produktionsprozesse bereits jetzt stark verändert. Sie wird zur Unterstützung bei Entwicklung, Recherche und Umsetzung von Inhalten eingesetzt und eröffnet ganz neue kreative Möglichkeiten. Gleichzeitig wurde mehrfach betont, dass erfahrene Fachkräfte weiterhin unverzichtbar bleiben - etwa für hochwertige visuelle Gestaltung, komplexe Produktionen und glaubwürdiges Storytelling. Als neue Schlüsselkompetenz wurde daher vor allem auch „Prompting“ hervorgehoben. 

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche. Streaming fragmentiert Märkte, Produktionskosten steigen und Zeiträume werden kürzer. Dadurch geraten klassische Finanzierungsmodelle zunehmend unter Druck. Die Branche ist deshalb gefordert, neue Strategien und kombinierte Finanzierungswege zu entwickeln, um weiterhin qualitativ hochwertige Inhalte wirtschaftlich produzieren zu können.

Besonders wichtig war in der Konferenz auch die Frage nach Authentizität und Vertrauen. Gerade im Dokumentar- und Naturfilmbereich werden transparente und nachvollziehbare Produktionsprozesse entscheidend sein, um die Glaubwürdigkeit beim Publikum zu sichern. Als Beispiel wurde das Authentizitätssiegel von Terra Mater Studios für Produktionen ohne KI-generierte Naturaufnahmen hervorgehoben.

Vor dem eigentlichen Programm der Konferenz gab es eine Pitching Session mit einer Werkschau, in der Studierende an der USTP neue Format- und Projektideen vor einer Jury aus Medienleuten präsentierten.

Die Konferenz bestätigte, dass sich die Medienproduktion in einem tiefgreifenden Wandel befindet. Technologische Innovationen, wirtschaftlicher Druck und veränderte Marktbedingungen verlangen neue Kompetenzen, flexible Produktionsmodelle und ein klares Bekenntnis zu Qualität und Authentizität.

Sie führte aber auch deutlich vor Augen, wie eng Ausbildung und Medienpraxis an der USTP verbunden sind: Organisiert und durchgeführt wurde sie von Studierenden des Studiengangs Medien, die unter realen Produktionsbedingungen an Live-Show- und Cross-Media-Formaten arbeiteten. 

Für Interessierte: Auf ORF III wird die Konferenz am 25.06. um 08:00 Uhr ausgestrahlt.